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...von der Klinge, die ewig hält

Um es gleich deutlich zu sagen!
Wenn wir von Schaukampf reden, meinen wir nicht ein bisschen "pling plong", sondern wir reden von kräftigen, voll durchgezogenen Schlägen, die eine Klinge auf`s Äußerste beanspruchen. Wer hier meint mit einer extrem harten Federstahlklinge glücklich zu werden - na dann bitte!
Stahl hat leider die dumme Eigenschaft, dass sich Härte und Zähigkeit umgekehrt proportional zueinander verhalten - will heissen, je härter, desto spröder! Wer`s nicht glaubt, möge einen Metallurgiker befragen.
Im täglichen Einsatz erfahren die Schwerter auch nicht immer die optimalste Pflege - und sollten trotzdem sicher im Gebrauch sein. Unsere Klingen werden daher auf Zähigkeit gehärtet, wohl wissend dass sich jede Klinge im Laufe der Jahre verbraucht.
Federstahlhärte halten wir für Schaukampfklingen für zu gefährlich, da dieser Stahl kaum Kerbschlagzähigkeit besitzt.
Nun wäre es durchaus möglich eine Klinge nach alter Schmiedeväter Sitte so aufzubauen wie früher. Weicher, gefalteter Kern (nicht zu verwechseln mit Damast) und feuerverschweisste Stahlkanten (Stählung), die dann hoch härtbar sind. Aber wer möchte dieses teure Replikat schon im Schaukampf verwenden?

Nachdem wir nun lange experimentiert haben - nachdem uns dabei viele Klingen um die Ohren flogen - , haben wir uns auf einen Stahl eingeschworen, der sich seit über 20 Jahren bestens bewährt hat und auch mangelnde Pflege wegsteckt.
Unsere schaukampftauglichen Klingen werden dabei nicht aus high-tech Material gearbeitet, sondern aus einem Stahl, der in ähnlicher Form von den früheren Schmieden hergestellt werden konnte.
Für uns ist es dabei selbstverständlich, dass unsere Klingen zuerst durchs Feuer gehen. Das heißt, sie werden nicht auf Automaten hergestellt, ( igitt! ) sondern freiformgeschmiedet.
Unsere zähharten Klingen haben den großen Vorteil, dass sie nicht schlagartig brechen, sondern sie zeigen Ihren "Verbrauch" durch Reissen an und können somit ausgetauscht werden.
Selbstverständlich werden alle Klingen von einem Prüflabor geprüft, bevor sie zusammengebaut werden.

 

  Vereinsschwert, für das "Niemand" zuständig war!
Nie geputz, stark korrodiert und trotzdem ohne Probleme fast 9 Jahre im Dauereinsatz.
 

oben:
Zähharte Klinge, zeigt Verbrauch durch langsames Reißen (Klinge war 8 Jahre im Dauereinsatz).
unten:
Federstahlklinge, bei der Prüfung im Labor ohne Befund. Beim nächsten Training kam der Bruch ohne Vorwarnung.

   
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